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Blue-Chip-Index

Ein Blue-Chip-Index soll die Wertentwicklung von finanziell stabilen, gut etablierten Unternehmen nachbilden, die Anlegern beständige Renditen bieten.

Was ist ein Blue-Chip-Index?

Ein Blue-Chip-Index ist ein Index, der die Aktien bekannter und finanziell stabiler börsennotierter Unternehmen abbildet, die als Blue Chips bekannt sind. Blue-Chip-Aktien bieten Anlegern konstante Renditen, was sie zu wünschenswerten Investitionen macht, und gelten als Gradmesser für die relative Stärke einer Branche oder Volkswirtschaft.

Ein Blue-Chip-Index ist ein Leitindex, was bedeutet, dass Nachrichtenberichte und Analysten dazu neigen, jeden Tag die Wertentwicklung der wichtigsten wie des SandP 500 und des Dow Jones Industrial Average (DJIA) hervorzuheben.

DIE ZENTRALEN THESEN

  • Blue-Chip-Aktien, die einen Blue-Chip-Index bilden, sind wünschenswerte Anlagen, die Anlegern konstante Renditen bieten.
  • Blue Chips haben ein stabiles Gewinnwachstum vorzuweisen und neigen dazu, stetige Dividenden auszuschütten.
  • Zu den bemerkenswertesten Blue-Chip-Indizes gehören der SandP 500 und der Dow Jones Industrial Average.
  • Anleger können über einen börsengehandelten Fonds oder Indexfonds in einen Blue-Chip-Index investieren, anstatt einzelne Aktien auszuwählen.

Einen Blue-Chip-Index verstehen

Anleger können in einen Blue-Chip-Index investieren und sich durch den Kauf von Aktien eines Blue-Chip-fokussierten Exchange Traded Funds (ETF) oder Indexfonds in eine Vielzahl von stabilen Aktien einbringen. Diese passiven Vehikel bieten Ihnen Beteiligungen an allen Bestandteilen eines Blue-Chip-Index zu viel geringeren Kosten, als wenn Sie alle einzelnen Aktien selbst kaufen würden.

Neben DJIA und SandP 500 sind weitere Beispiele für Blue-Chip-Indizes der New Europe Blue Chip Index (NTX), der 30 der in Mittel-, Ost- und Südosteuropa gehandelten Top-Aktien abbildet, und der DAX-Index, der die Top-30-Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der Begriff Blue Chip stammt aus dem Pokerspiel, bei dem der höchste Chip blau gefärbt ist. Obwohl es keine universelle Definition dafür gibt, was ein Blue-Chip-Unternehmen ausmacht, gibt es mehrere Eigenschaften, die jedes Unternehmen teilt.

Zum einen haben alle Blue Chips eine Erfolgsbilanz mit stabilem Gewinnwachstum und belohnen die Aktionäre, indem sie Dividendenzahlungen mit überschüssigen Gewinnen ausgeben. Darüber hinaus verfügen viele der Unternehmen über einen erheblichen Wettbewerbsvorteil, der es ihnen ermöglicht, eine führende Position in einer bestimmten Branche zu behaupten.

Besondere Überlegungen

Ein Blue-Chip-Index wie der DJIA bildet die Wertentwicklung von lediglich 30 Aktien ab, wenn das gesamte Anlageuniversum aus Tausenden von Vermögenswerten besteht. Stattdessen haben Anleger damit begonnen, den nach Marktkapitalisierung gewichteten Index SandP 500a der Top-500-Unternehmen als Benchmark für den Aktienmarkt zu verwenden. Er bietet ein Engagement in einem breiteren Spektrum von Branchen und Sektoren, die häufig in einem traditionellen Blue-Chip-Index fehlen.

Der Dow 30 legt mehr Wert auf den Preis als auf Standardmarktfaktoren wie Momentum, Größe, Wert und Marktkapitalisierung. Dabei schließt der Dow 30 einige der leistungsstärksten und dynamischsten Unternehmen am US-Aktienmarkt aus, darunter Amazon, Alphabet und Facebook.

Es gibt viele bekannte ETFs auf dem Markt, aber nur eine Handvoll bemerkenswerter Blue-Chip-ETFs, die auf Blue-Chip-Indizes folgen, darunter der SPDR SandP 500 und der iShares Core SandP 500 ETF, die beide den SandP 500 abbilden.

Beispiele für einen Blue-Chip-Index

Es gibt eine Handvoll ETFs, die die Performance von Blue-Chip-Indizes gut abbilden. Bemerkenswerte Beispiele sind der SPDR SandP 500 ETF (SPY) und der iShares Core SandP 500 ETF (IVV), die beide den SandP 500 abbilden, und der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA), der dem DJIA folgt.

Der SPY war einer der ersten ETFs, dessen Auflegung bis ins Jahr 1993 zurückreicht, und hat sich mit einem verwalteten Vermögen von 380 Milliarden US-Dollar (AUM) (Stand Juli 2021) zu einem der größten ETFs entwickelt im Jahr 2000 aufgelegt und verfügt über ein Nettovermögen von 297 Milliarden US-Dollar, während der 1998 aufgelegte DIA ETF über ein verwaltetes Vermögen von 30,4 Milliarden US-Dollar verfügt.