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Angebotspreis

Ein Angebotspreis ist der Wert pro Aktie, zu dem öffentlich ausgegebene Wertpapiere von der Investmentbank, die die Emission übernimmt, zum Kauf angeboten werden.

Was ist ein Angebotspreis?

Ein Angebotspreis ist im Allgemeinen der Preis, zu dem etwas zum Verkauf angeboten wird. Im Finanz- und Anlagebereich bezieht sich der Angebotspreis am häufigsten auf den Wert je Aktie, zu dem öffentlich emittierte Wertpapiere der Investmentbank während eines Börsengangs (IPO) zum Kauf angeboten werden.

Underwriter analysieren zahlreiche Faktoren, wenn sie versuchen, den idealen Preis für das Angebot eines Wertpapiers zu bestimmen. Die Underwriter-Gebühr und alle für die Emission anfallenden Verwaltungsgebühren sind in der Regel im Preis enthalten.

DIE ZENTRALEN THESEN

  • Ein Angebotspreis bezieht sich auf den Preis einer Aktie, der von einer Investmentbank während des Börsengangs festgelegt wird.
  • Ein Angebotspreis basiert auf den legitimen Aussichten des Unternehmens und wird auf einem Niveau festgelegt, das das Interesse des allgemeinen Anlegerpublikums weckt.
  • Nach dem Börsengang werden die Aktienkurse von den Marktkräften bestimmt und weichen vom Angebotspreis ab.
  • Während ein netter Pop nach dem Angebot für saftige Schlagzeilen sorgt, gibt es viele Beispiele, in denen Aktien nach dem Börsengang nicht über dem Angebotspreis gehalten werden konnten.

Angebotspreise verstehen

Der Begriff Angebotspreis wird am häufigsten in Bezug auf die Ausgabe von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen, Investmentfonds und anderen Anlagen verwendet, die auf den Finanzmärkten gekauft und verkauft werden. Ein Aktienkurs enthält beispielsweise ein Geld- und ein Angebot. Der Geldkurs ist der aktuelle Preis, den ein Anleger Aktien verkaufen kann, und das Angebot, auch Briefkurs genannt, gibt an, wie viel es kostet, Aktien zu kaufen.

Im Rahmen eines Börsengangs legt ein Konsortialführer des Underwritings den Angebotspreis fest. Im Idealfall bewertet eine Investmentbank die aktuellen und kurzfristigen Werte des zugrunde liegenden Unternehmens und legt einen für das Unternehmen im Verhältnis zum Kapital fairen Angebotspreis fest. Um bei öffentlicher Zugänglichmachung des Angebots ein ausreichendes Kaufinteresse zu wecken, muss der Preis auch im Hinblick auf das Wertpotenzial den Anlegern gerecht werden.

Der öffentliche Angebotspreis (POP) ist der Preis, zu dem neue Aktien von einem Konsortialführer der Öffentlichkeit angeboten werden. Da das Ziel eines Börsengangs darin besteht, Kapital für den Emittenten zu beschaffen, müssen die Underwriter einen für Anleger attraktiven Angebotspreis festlegen. Wenn Underwriter den Börsenkurs bestimmen, berücksichtigen sie Faktoren wie die Stärke des Jahresabschlusses des Unternehmens, seine Rentabilität, öffentliche Trends, Wachstumsraten und das Vertrauen der Anleger.

Die Festsetzung des Angebotspreises kann eher wie Hollywood-Drehbuchschreiben als Hochfinanz aussehen, insbesondere wenn hochkarätige Unternehmen an die Börse gehen. Das Emissionskonsortium, das den Börsengang abwickelt, möchte den Angebotspreis so hoch ansetzen, dass das Unternehmen mit dem eingenommenen Geldbetrag zufrieden ist, aber gerade so niedrig, dass der Eröffnungskurs und der Handel an den ersten Tagen der Notierung einen schönen Börsengang bieten, da endlich bekommt die Öffentlichkeit eine Chance auf Aktien.

Angebotspreis und Eröffnungspreis

Der Angebotspreis wurde und wird manchmal noch als öffentlicher Angebotspreis bezeichnet. Dies ist ein wenig irreführend, da fast kein Privatanleger einen Börsengang zum Angebotspreis erwerben kann. Das Konsortium verkauft grundsätzlich alle Aktien zum Angebotspreis an institutionelle und akkreditierte Anleger.

Der Eröffnungskurs ist somit die erste Gelegenheit für das Publikum zum Kauf von Aktien und wird rein durch Angebot und Nachfrage bestimmt, da sich Kauf- und Verkaufsaufträge für den ersten Handelstag anstellen. Aktien eines Börsengangs können von diesem Zeitpunkt an einige Höhen und Tiefen erleben.

Angebote und Einzelinvestoren

Einzelne Anleger sollten sich nicht zu sehr darüber ärgern, dass sie den Angebotspreis verpassen, da viele IPOs in eine Phase des Post-IPO-Blues geraten, in der sie unter den Angebotspreis fallen können, wenn die anfänglichen Markterwartungen und die tatsächliche Performance des Unternehmens schließlich kollidieren. Tatsächlich gibt es viele Beispiele, bei denen ein Angebotspreis viel höher angesetzt ist, als es ein innerer Wert rechtfertigen kann.

Die hohe Bewertung basiert oft auf dem wahrgenommenen Marktappetit nach Aktien in der Branche oder Branche, in der ein Unternehmen tätig ist, im Gegensatz zu den Fundamentaldaten dieses bestimmten Unternehmens. In diesem Fall kann der Aktienkurs am Markt fallen und Anlegern die Möglichkeit bieten, Aktien unter dem Angebotspreis zu kaufen.