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Welches Land ist der größte Warenexporteur der Welt

China ist seit 2009 der größte Warenexporteur der Welt. Offiziellen Schätzungen zufolge beliefen sich seine Gesamtexporte im Jahr 2019 auf 2,641 Billionen US-Dollar.

China ist seit 2009 der größte Warenexporteur der Welt. Offiziellen Schätzungen zufolge beliefen sich die Gesamtexporte des Landes im Jahr 2019 auf 2,641 Billionen US-Dollar. Im Jahr 2013 wurde China zur größten Handelsnation der Welt. Die Vereinigten Staaten hatten diese Position zuvor inne.

Der Titel des größten Warenexporteurs der Welt hat sich in der Vergangenheit mehrfach geändert und wird sich wahrscheinlich wieder ändern. Im 19. Jahrhundert war Großbritannien als "Werkstatt der Welt" bekannt und regierte ein auf Handel basierendes Weltimperium. Im 21. Jahrhundert stieg China zur „Fabrik der Welt“ auf. Die Seidenstraße und die Größe der chinesischen Wirtschaft deuten jedoch darauf hin, dass China in den vergangenen Jahrhunderten oft der größte Warenexporteur war.

DIE ZENTRALEN THESEN

  • China ist seit 2009 der größte Warenexporteur der Welt und die chinesischen Gesamtexporte beliefen sich im Jahr 2019 auf 2,641 Billionen US-Dollar.
  • Chinas Exporte und Wirtschaft wuchsen nach der Öffnung des Landes unter Deng Xiaoping dramatisch.
  • Die wichtigsten Waren unter den aus China exportierten Fertigprodukten waren Unterhaltungselektronik, Datenverarbeitungstechnologien, Kleidung, andere Textilien, optische Geräte und medizinische Geräte.
  • Die EU, die USA, Japan und Südkorea gehörten zu Chinas größten Handelspartnern.

Das Wachstum von Chinas Exporten

Chinas Wachstum zu einem globalen Handelsriesen war außergewöhnlich schnell. Mehrere Jahrhunderte lang verfolgte die chinesische Regierung eine isolationistische Politik. Diese Isolation setzte sich unter dem Vorsitzenden Mao Zedong fort, doch nach seinem Tod 1976 gab es einen neuen Fokus auf Handel und Auslandsinvestitionen. Chinas Wirtschaftswachstum ist seit dieser Zeit im Allgemeinen hoch.

Deng Xiaoping begann Ende der 1970er Jahre mit der wirtschaftlichen Öffnung Chinas zur Welt. Die Rolle staatseigener Unternehmen (SOEs) nahm ab, als China den „kapitalistischen Weg“ einschlug. Zwischen 1983 und 2013 verzeichnete China ein durchschnittliches jährliches Wirtschaftswachstum von etwa 10 % pro Jahr. China verfolgte in diesem Zeitraum eine exportorientierte Wachstumsstrategie.

Die Sonderwirtschaftszonen (SWZ) in China trugen maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung des Landes und zum Wachstum der Exporte bei. Innerhalb von Sonderwirtschaftszonen wie Shenzhen bot China ausländischen Investoren Steueranreize. Zu diesen Anreizen gehörte die Möglichkeit, Geräte und Technologien steuerfrei zu importieren.

Xi Jinping versuchte, das jährliche Wachstum Chinas durch erhöhte Verschuldung hoch zu halten, stieß jedoch auf mehrere Herausforderungen. Erstens führten der zunehmende Protektionismus in den USA und der anhaltend hohe Handelsüberschuss Chinas mit den USA zu einem Handelskrieg. China erlitt Anfang 2020 einen schweren wirtschaftlichen Abschwung in China.

Im Jahr 2020 waren Chinas Exporte einem erheblichen politischen Risiko ausgesetzt.

Chinas Top-Exporte

China hatte eine große Anzahl dominierender Industrien, die Produkte und Materialien für den Export herstellten. Die wichtigsten Waren unter den aus China exportierten Fertigprodukten waren Unterhaltungselektronik, Datenverarbeitungstechnologien, Kleidung, andere Textilien, optische Geräte und medizinische Geräte.

China verfügte zudem über den größten Neuwagenmarkt der Welt und exportierte erhebliche Mengen an Rohstoffen, insbesondere Stahl. Diese Rohstoffe wurden zur Verarbeitung in andere Länder exportiert.

Chinas Handelspartner

Zwei der wichtigsten Handelspartner Chinas waren seine nahen geographischen Nachbarn Japan und Südkorea. China hat auch mit den USA viele Geschäfte gemacht, obwohl die USA China inmitten erheblicher Handelsspannungen als Währungsmanipulator bezeichneten.

China unterhielt auch bedeutende Handelsbeziehungen mit der EU. Die EU war zu Beginn des 21. Jahrhunderts Chinas größter Handelspartner, und China war nach den USA der zweitgrößte Handelspartner der EU.

Die Genauigkeit der Daten

Es gab Bedenken hinsichtlich der Genauigkeit der chinesischen Datenerhebung, wenn es um Exporte geht. Einige Beobachter vermuteten, dass China seine Gesamtexporte überbewertet habe, um Kontrollen internationaler Transaktionen zu vermeiden, um mehr Geld ins Land zu bringen.